FERNWEH AUSHALTEN

…oder: Was macht ein Campingbus im Winter?

VorSaison2017A

Das Thermometer klettert immer häufiger über die magische Null und die Vögel schreien mehr als sie singen beim morgendlichen Gezwitscher. Und was macht Hector? Urlaubspläne, was sonst.

Bevor der Blick in die nähere Zukunft schweift wollen wir innehalten. Zurückdenken. Räder sortieren, Öl ins gedankliche Getriebe kippen und die Möglichkeiten abwägen.

Die letzten Jahre waren schön. Sehr schön sogar. Und deutlich geselliger, als ich das ursprünglich erwartet hatte. Wir waren in Vive-la-France und es war fantastique. Wir sind den gelben Nummernschildern bis Holland gefolgt. Wir waren hier und dort und auch über alle Berge. Wir haben in engen Küstenorten den Bauch eingezogen und uns auf Weingütern breit gemacht. Wir hatten Meerblick und mehr Bergblick. Wir haben die neuen Nachbarn an unsere schiere Existenz gewöhnt und den Reigen der Fachpfleger ausgeweitet (ein Schrauber, eine Fiat-Werkstatt, ein Lackpfleger und ein gelber Engel). Wir haben 20.000 km zusammen verbracht und alle möglichen und unmöglichen Entwässerungswege kennen gelernt. Und wir haben die Charakterfrage geklärt: Hector ist ganz eindeutig ein Frauenauto.

Und doch…

Die Welt ist keine Scheibe und es gibt nicht überall Ducato-taugliche Straßen. Ab und zu ist eine Trennung auf Zeit eben das Beste… Doch ehe jetzt das Wischwasser Oberkante-Unterlid steht, gibt es schnell Entwarnung: das ist kein Trennungsgespräch. Sondern die pralle Vorfreude auf weitere schöne Jahre. Ab 2018 werden Fernreisen dazu kommen, unbekannte Länder locken mit hohen Bergen, hohen Wellen oder Hochkultur und ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich nicht ewig 25 sein werde. Und zwar schon länger nicht.

2018 also: die weite Welt. UND eine ordentliche Hector-Reise, das habe ich auf Profil und Zahnriemen zugesagt. Aber jetzt ist 2017 und da geht es nach oben. Oben ist Norden und die Fähre ist schon gebucht.

2017 wird skandinavisch, wir fahren zum Mücken zählen nach Schweden! Ich will das malerische Fjällbacka ohne die Krimi-Leichen von Camilla Läckberg erleben. Und Familie treffen. Und ferne Freunde. Und Hector kann es kaum erwarten, seine erste Fähr-Überfahrt anzutreten. Wir werden eine Nacht getrennt schlafen, Hector zwischen weißer Ware und ich in einer 8qm-Kabine.

Der Plan steht also: Neoprenanzug mitnehmen, man weiß ja nie. Neue Musik besorgen und zu funkelnden CDs zusammenstellen. Wie viel Wein darf man mitnehmen? Stellplatzführer besorgen! Reichen 4 Flaschen No-Bite? Bei Geobuch den besten Südschweden-Reiseführer kaufen. Wie viel schwedisch kann ich in 2-3 Monaten lernen? Eigentlich steh‘ ich ja nicht so auf blonde Männer…

Dieses Mal fahre ich wirklich alleine. Erholung, Ruhe und Welterkenntnisse stehen auf der Agenda. Und Familie. Und Freunde. Und viel Natur und ein neues Fahrrad.

VorSaison2017B

Dahon Qix – meins!

Nachdem sich das super-Billig-Klapprad vom Aldi 3 Jahre lang konzeptuell bewährt hat, höre ich jetzt auf mit dem Bergauf-Bremsen. Ich war im Brompton-Flagship-Store und es war eines diese absurden Erlebnisse: der Verkäufer sprach nicht mit mir (der Käuferin), sondern mit dem zufällig-dabei-Bergfreund. Der wollte aber gar kein Fahrrad. Der Verkäufer drückte also schließlich mir, der Frau (unerhört) ein Damen-Rad in die Hand. Das würden die Frauen immer bevorzugen, er kenne sich aus. Nein, kennt er nicht. Ich machte mich im Internet schlau und landete in der Faltradzentrale am Ammersee. Dort wurde ich richtig beraten und fand das perfekte Rad für ernsthafte Radtouren, das aber dennoch easy-peasy in Hectors Badezimmer passt.

VorSaison2017C

Es kostet nur einen Bruchteil des schicken Brompton und steckt auch unebenen Untergrund gut weg. Mit den 8 Gängen könnte ich sogar kleine Hügelchen hochkommen solange jemand schiebt. Und an den Lenker passt bestimmt die rot-weiß gepunktete Hupe, die mein kleiner Bruder mir mal geschenkt hat. Solange ich nicht weiß, was „Platz da!“ auf schwedisch heißt, ist die Hupe lebensrettend für trödelnde Passanten.

Es wird noch Monate dauern, bis Hector wieder auf große Fahrt geht. Und doch… die Vorfreude, die hat sich jetzt schon eingestellt!

Kreuzeck oder: Es muss nicht immer Camping sein

a_2017_01_19d

Es ist Januar, es schneit und Kälte lässt die Zähne klappern.

b_2017_01_18k

 

 

Normale Menschen fahren über die Feiertage im Dezember in Skiurlaub. Bereits 11,5 Monate zuvor haben sie dafür eine teure Ferienwohnung reserviert und das kleine Plus an Familienfrieden im Anreisestau wurde über high-tech Entertainment-Lösungen für die Rückbank erkauft.

 

c_2017_01_20g

Wir machen das anders. Auch wenn Hector der ultimative Flexibel-Urlaub-Vermöglichmacher ist, lassen wir bei -17 °C das Wintercamping bleiben. Stattdessen haben die schlaue Schwester und ich ein Zimmer am Berg. Genauer: auf dem Berg => auf der Alm. Der Kreuzalm, um genau zu sein. Und eigentlich haben wir damit unser eigenes Berghotel gemietet, aber davon ahnen wir bei der Anreise noch nichts.

d_2017_01_20m

Kreuzalm Garmisch

Nur kurz hält uns der Verkehr in der Stadt auf (Wo wollen die alle hin? Ach ja, zur Arbeit…) und dann gleiten wir über die Schneedecke der A95 in Richtung Berge. Gepäck in die Gondel, Rollkoffer über die Piste ziehen und schon sind wir da! Tatsächlich gibt es einen komfortablen Gepäckservice, der die Rollkoffer-Pisten-Szene unterbindet, aber das Handgepäck haben wir trotzdem mal eben an der Kreuzalm abgestellt. Schließlich liegt unser Quartier mitten im Skigebiet und fügt sich nahtlos in unseren Pistentag ein.

e_2017_01_17a

Koffer? Welcher Koffer??

Das Wetter haben wir passend dazu bestellt: Erst kommt der Schnee, dann kommen wir. Und haben federleichten Pulverschnee und Sonne. Ich kann nicht anders und durchpflüge Tiefschnee-Fluff, wo ich ihn nur finde. Gegen die wahren Cracks mit doppelt gebogenen Offpist-Brettern wirke ich vermutlich wie eine Vorstadt-Blondine, aber das liegt weniger an mir als an dem extrem sportlichen Niveau der hiesigen Skifahrer.

f_2017_01_19f

Abends genießen wir unser Alpenzimmer und mehrfach am Tag füllen wir verbrauchte und unverbrauchte Kalorien mit deftigem Hüttenessen wieder auf. Als Gute-Nacht-Gruß kommt gelegentlich eine einsame Pistenraupe vorbei, der wir verschlafen zuwinken.

g_2017_01_18b

Morgendlicher Blick aus dem Fenster

Die Kreuzalm hat 4 wunderschöne Doppelzimmer, und doch sind wir in dieser Januarwoche die einzigen Gäste. Um nicht zu sagen: wir haben unser eigenes Alpenhotel! Damit wir nicht völlig vereinsamen, stürmen dienstags und donnerstags unzählige Sportler zum Tourenabend in die Gaststube und sorgen für angeregte Unterhaltung. Mit etwas Glück gehen die jungen Sportler zum Umziehen nicht extra in die Waschräume…

h_2017_01_18dd

Wenn der Mond über Alpspitze steht, ist Tagträumen erlaubt

Größter Unruhefaktor ist die Landschaft: ständig ändert sich das Licht, die Perspektive, die Gegend. Wir wachen auf und bewundern das Farbspiel des Sonnenaufgangs, wir fahren los auf gähnend leeren Pisten, wir kommen am Lift an wenn er gerade startet.

i_2017_01_18e

Unsere liebste Ski-Zeit ist neuerdings kurz nach 8 Uhr früh, wenn die Dämmerung noch zwischen den Bäumen hängt und wir das Skigebiet für uns haben.

j_2017_01_20f

Unser dauerhafter Begleiter ist der Blick auf die Alpspitze, und so ist es nur logisch, dass wir uns dort etwas umsehen. Die Alpspix Plattform ragt weit über die Felswand hinaus ins Nichts und schwankt etwas im Wind. Da wir beide schwindelfrei sind (gute Gene), genießen wir den Ausblick völlig unbeeindruckt.

k_2017_01_18g

Alpspix

l_2017_01_18d

Das Garmischer Skigebiet bietet traumhaft lange Abfahrten. Auch wenn die Schwierigkeitsgerade (schwarz oder rot) gewürfelt erscheinen, ist der Anspruch insgesamt hoch und die Hänge sind abwechslungsreich. 4 Tage sind für das Garmisch Classic Gebiet gerade richtig, um sich ordentlich auszutoben und nur gelegentlich die Anfänger-Bundis in ihren Tarnanzügen etwas zu necken.

Zwischen den sportlichen Abfahrten ruhen wir die Beine aus und lassen den Kopf rauchen: das Reisescrabble ergänzt vortrefflich unseren Lieblingsplatz am Kachelofen. Einige Partien waren literarisch wertvoll, aber da wir vergessen haben Fotos davon zu machen, muss der Zauber wohl im Flüchtigen der Worte liegen.

n_2017_01_19z

Nach 4 Skitagen schicken wir unser Gepäck vor und kommen am Nachmittag ebenfalls im Tal an. Das Auto hat sich hübsch gemacht mit zentimeterlangen Eiskristallen, die wie eine Irokesenfrisur rundherum abstehen.

o_2017_01_20x

Hat schon jemand das rote Auto gefunden?

Wir bleiben noch mehrere Tage lang berauscht von so viel Winterzauber. Die Kreuzalm werde ich sicher noch häufiger aufsuchen – ob für winterliche Skitage oder im Sommer als Zwischenstopp größerer Wanderungen. Wann immer ich in der Nähe von Höllentalklamm, Kreuzeck, Alpspitze und Hausberg unterwegs bin, werde ich um einen Einkehrschwung nicht herum kommen. Allein schon wegen des Kaiserschmarrn…

p_2017_01_20aaa

 

Alltagsfluchten 2016: Berchtesgadener Land

Das letzte Sommerwochenende fällt dieses Jahr auf den 1. Oktober. Da der Große Ahornboden Campern die kalte Schulter zeigt, fährt Hector in die entgegengesetzte Richtung. Dass ein Bus so dermaßen empfindlich sein kann…!

1a_ramsau_idyll

Berchtesgadener Land

Bereits die Anfahrt über Schneitzelreuth gibt sich dramatisch: Straßen und Wildbäche winden sich durch düstere Berghänge und enge Schluchten. Ob ich hier mitten im Herbst noch genug Sonne abkriege? Ich bin nicht allzu erpicht darauf, mir meine Freizeitaussichten von parzellierten Hecken und schroffem Fels verschatten zu lassen.

1_ramsau_a

Am Hintersee

Kurze Zeit später wird alles gut. Der Campingplatz Simonhof in Ramsau / Berchtesgadener Land ist ganz nach meinem Geschmack. Die vorderen Plätze sind akkurat in Reih und Glied, doch weiter hinten öffnet sich das Areal und mündet in eine offene Wiese. Keine Hecken, keine Platz-Parzellen und keine Dauercamper trüben hier das Bild. Zelte und kleinere Camper stehen kreuz und quer im saftigen Gras und teilen sich den zentralen Stromanschluss.

2_ramsau_a

Am Camping Simonhof

Jetzt noch das Mountainbike ausladen (15 sek.) und frühstücken (30 min.) und schon kann es losgehen. Ramsau und der Hintersee liegen 300 Höhenmeter unterhalb des Campingplatzes, was für den Hinweg kein Problem ist.

3_ramsau_a

Hintersee, Zauberwald und Watzmann

Fast schon penetrant ist das Bayerische Bergidyll. Schnörkelige Holzhäuser, malerische Landschaft und dann auch das noch: bimmelnde Kühe und Tracht-tragende Hirten kreuzen meinen Weg. Zum Glück durchbricht das Eis-Schlecken der Burschen die Kitschkulisse, es wäre sonst kaum auszuhalten.

4_ramsau_kitsch

Irgendwo müssen die Klischees ja herkommen

Zwischen Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe ist die Postkarte kaum zu überbieten. Der Hintersee liegt flach in der Herbstsonne, gesäumt von Ausflugslokalen einerseits und dem Zauberwald andererseits.

5_hinterseehochkalter

Blick auf den Hochkalter

Unterhalb des Sees verteilen sich rechts und links des Bachlaufs die Häuser von Ramsau. Der Blick vom Malerwinkel über die Kirche hinweg zur Reiteralpe ist berühmt und wurde von etlichen Malern des 19. Jahrhunderts auf Leinwand gebannt. Mir selbst reicht ein schnödes Foto. Geht auch schneller.

6_ramsau_a

St. Sebastian in Ramsau

Zurück zum Hintersee fahre ich durch den Zauberwald, der sich wie zu Hause anfühlt. Die Gegend hier strotzt nur so vor Höhenmetern und es dauert nicht lange, bis ich ein kleines Stückchen schiebe statt fahre. Hat zum Glück keiner gesehen, Anfang Oktober sind die Touristenmassen überschaubar. Für die hiesigen Berge empfehlen sich eher Wanderschuhe als ein Mountainbike, dann muss man auch nicht schieben.

7_ramsaukalvarienberg2

Kalvarienberg

Der Rest des Tages ist der Erkundung des Ortes, der näheren Umgebung und der Kulinarik gewidmet. Spätestens am Abend ist das Fahrrad das Transportmittel der Wahl um den Radius der erreichbaren Gasthäuser deutlich zu erweitern. Bevor ich mich aufschwinge zum Wachterl an der Schwarzbachwacht (beste Leberknödelsuppe in Südeuropa) zeigt sich der Watzmann in der Abendsonne von seiner besten Seite.

8_watzmann

Links im Bild: Der Watzmann

Der Campingplatz hat neben seinen futschneuen schicken Sanitärräumen einen Aufenthaltsraum, den die meisten Camper für ein teures Restaurant halten und folglich nicht betreten. Für mich ist es heute eine bequeme Alternative zum Bus-Sofa. Ich lese noch ein Stündchen und breche gerade auf, als eine 5-köpfige Zelt-Gruppe über die gut ausgestattete Kochnische herfällt.

9_camping

Fazit: 90 Minuten Entfernung, 18,80 EUR Campinggebühr und 24 Stunden Spätsommerwetter reichen Hector für einen Mini-Urlaub. Vielleicht geht es beim nächsten Mal ein Tal weiter bis zum Königssee – allerdings ist es unwahrscheinlich, dass dort in prominenter Lage ähnlich entspannte Wohlfühl-Campingplätze liegen wie der Simonhof.

Alltagsfluchten 2016: Garmisch und die Höllentalklamm

00_startbildklamm

Garmisch, schon wieder?! Es hilft ja nichts, hohe Berge, gute Infrastruktur und die Nähe zu München machen es zu einem begehrten Ziel. Ich bin neugierig darauf, meine bisher dritte Campingvariante auszuprobieren: den Stellplatz am Wank.

1_wankstellplatz

Stellplatz am Wank

An der Wank-Seilbahn sind zwei Reihen des Asphalt-Parkplatzes Reisemobilen vorbehalten und für Anfang September ist unerwartet viel los. Ich suche mir einen Platz in der unteren Reihe aus und parke gekonnt rückwärts ein. Bei der Anmeldung im Hütterl zahle ich 13,- EUR (inkl. 2,- EUR Kurtaxe) beim netten Platzwart und werfe anschließend noch 2,- EUR für Strom in das Metallkästchen neben der Durchgangstreppe – voilà, wir sind angekommen.

2_garmischbrotzeit

Im Michael-Ende-Kurpark

Den Sommernachmittag nutze ich für einen Bummel durch Garmisch und den Michael-Ende-Kurpark mit seinen märchenhaften Figuren. Am besten gefällt mir der Steinbeißer-Brotzeit-Stein und prompt bekomme ich Hunger. Leider hat der legendäre Kaiserschmarrn beim Steyrer Sepp etwas nachgelassen, aber dafür sitze ich gemütlich allein in der Wirtschaft und genieße Kalorien und Nichts-tun.

3_garmisch

Irgendwo in Garmisch-Partenkirchen

Der Wank-Stellplatz ist erfreulich nah an der Stadtmitte, selbst mit dem billigsten aller bergauf-bremsenden Klappräder ist der Heimweg zum Bus nur ein Katzensprung. Die Ausstattung am Stellplatz geht völlig in Ordnung: die Toiletten der Bergbahn sind rund um die Uhr für Camper verfügbar und für 1,- EUR gibt es sogar warme Duschen. Der Sonnenuntergang am Abend ist dank der hohen Berge rundum fantastisch und die Kuhglocken von der nahen Weide vervollständigen das Bergidyll.

4_sundownzugspitz

Hectors Grundausstattung ist so umfangreich, dass ich jetzt mit Beleuchtung und Musik per Skateboard über die Slackline fahren und nebenbei aus einem Architekturbuch vorlesen könnte. Für heute lasse ich es jedoch gut sein und kuschle mich statt dessen frühzeitig in mein Himmelbett. Ein letzter Blick durch die Dachfenster zu Berggipfeln und Sternen und schon bin ich eingeschlafen.

Noch vor Sonnenaufgang bin ich wach und genieße ausgiebig Kaffee und Frühstück, bevor ich um Punkt 7:00 Uhr abgeholt werde: Oliver hat uns eine besonders klamme Wander-Tour ausgesucht und so laufen wir kurz darauf durch das verschlafene Hammersbach.

6_hammersbach

Morgens in Hammersbach

Die erste Stunde führt der Weg entspannt bergauf bis die Felswände greifbar nah werden. Laut Oliver biegen wir in Kürze rechts ab, aber da wo er hinzeigt ist nur Felswand zu sehen. Ich beschließe heimlich, mich gönnerhaft zu zeigen, wenn der Weg an eben dieser Bergwand endet.

7_felswand

Doch kurz darauf wird es skurril: Zunächst steht mitten in der Bergwelt ein kleiner Kiosk, dann folgt eine Brücke und Wegweiser zur Höllentalklamm. Kurz darauf passieren wir ein Kontrollhäusl und die Blondine der Wandergruppe hat natürlich ihren DAV-Ausweis im Bus liegen lassen… Für 4,- EUR pro Nase (1,- mit DAV-Ausweis) betreten wir die Schlucht, dank der unser Weg tatsächlich mitten in die Berge führt. Der Blick ist bereits auf den ersten Metern fantastisch.

8_engeklamm

…und dann öffnet sich der Berg und gibt einen schmalen Weg frei: die Höllentalklamm

Wir sind so früh dran, dass wir die Klamm für uns allein haben. Angesichts der engen Wege ist das ein unschätzbarer Vorteil! Noch dazu läuft einem meistens niemand ins Bild, mal abgesehen von wertvollen Bergwanderfreunden.

8a_klammoli

Highlights: eisblaues Wasser, tiefer Einschnitt im Berg und derjenige, der uns hierher gebracht hat

Die Höllentalklamm ist sensationell schön. Die Farben, die Größenordnungen, der Blick nach unten und nach oben, die Ruinen des Elektrizitätswerks, die abgestürzten Bäume und das wilde Rauschen des Wassers.

8f_klamm

 

 

Die Regenjacke ist das beste Accessoire des Tages, denn alldieweil tropft es in den Stollengängen, das Wasser scheint überall aus dem Berg zu kommen.

8e_klamm

Wir lassen uns Zeit und brauchen eine Stunde, um die Klamm entlang bis zu ihrem oberen Ende zu bewältigen. Bevor das weite Tal die Felswände zurück drängt sehen wir über uns einen schmalen Steg, der in schwindelerregender Höhe die Klamm quert: eine Alternativroute, die sicher gut für Menschen mit Höhenangst bzw. deren Überwindung ist.

8g_alternativwegklamm

Plötzlich weitet sich das Tal und gibt den Blick frei auf die Zugspitze und den Waxenstein. So dicht, wie die Felswände vorher waren, so weit öffnet sich jetzt das Bergpanorama. Erst in der Höllentalangerhütte treten wir wieder ein in die Zivilisation. Die Hütte wurde 2015 neu eröffnet, nachdem die alte abgerissen und eine neue in zehnfacher Größe gebaut wurde. Trotz aller Kritik ist sie gelungen: Klare Formen, weitläufiger Platz und Blick auf die Hauptroute für Zugspitzbezwinger.

9a_bergwelt

Nach einer deftigen Brotzeit lassen wir die Zugspitze rechts liegen und steigen auf zu den Knappenhäusern. Zu meiner Überraschung sind sie privat bewohnt. Weitab von jedem fahrbaren Weg, mindestens eine Stunde entfernt von anderen Berghütten und mit Blick auf Garmisch ist das einer der speziellsten Wohnorte, die man sich nur denken kann. Der Wanderweg führt zwischen den Gebäuden hindurch und teilt sich später a) zur Alpspitze und b) zum Kreuzeck.

9b_knappenhaus

Knappenhäuser am Berg

Die Alpspitze mit ihrer freischwebenden Aussichtsplattform hebe ich mir für nächstes Jahr auf. Heute zieht es uns zum Kreuzeck und ich sehe meine Lieblings-Skipisten in sattem Grün vor mir liegen. Vorbei am alten 2er-Sessellift wandern wir gemütlich bis zur Kreuz-Alm, die ich noch als kleine alte Hütte kenne. Doch das ist lang her, mindestens ein Jahr. Inzwischen hat ein Neubau die alte Hütte verschluckt: gekonnt wurde um das alte Haus herum ein deutlich größeres errichtet. Sehr gelungen, übrigens. Die Hütte lockt innen mit alpiner Gemütlichkeit und Kachelofen, außen heizen sich die Holzbänke entlang der Wände mit Alpensonne auf und laden ein zu Speis, Trank und Ausblick.

9f_kreuzalmblick

Obwohl wir 1.600 m > NN sind hält uns die Erdanziehungskraft über eine Stunde fest. Der Kaiserschmarrn ist so gut, dass wir uns beinahe mit den Gabeln beharken und feierlich übereinkommen, dass wir nächstes Mal gleich zwei Portionen bestellen.

9e_abfahrt

Die aufziehenden Wolken sind mir ein willkommener Vorwand, den Weg ins Tal zu gondeln statt zu wandern. Wäre ja auch unwirtschaftlich, die kostbaren Hütten-Kalorien direkt wieder zu verbrennen.

Die Tour war spitze und ich frage mich, warum das Kalenderjahr eigentlich so wenig Wochenenden hat – da liegt doch ein Systemfehler vor…

8d_klamm

Escapes 2016 (2): Zugspitze / Eibsee

Hector’s charm is irresistible: more and more of my friends buy camper vans and discover camping being their ultimate way of travelling.

The first one that took a glance at my wonderful van and immediately bought one on his own now booked neighbouring places for a weekend at the Camping Resort Zugspitze. We try to circle the vans in a corral, but with only 2 campers and vast space, the form does not fully show. So what, we are here, we face the alps and somebody has a bottle of red wine on board.

Comparing the barbecue offered at a) the Schmölzer Wirt and b) the campsite’s bistro Alspitzblick, it is clear that b) wins (each Saturday). Having the diet set, we face a bright sunny day with 30° Celsius and the Eibsee in a short distance of only 6,5 km. However, some details have not been prepared accurately, such as any clue of the region’s cycle paths or the altitude difference between the camp site and the lake.

1a_eibsee7

Once there, the environment is enchanting. The lake sparkles in all shades of green and blue, surrounded by mountain peaks and forest. As usual, I cannot resist the inviting sheet of water and that is just perfect: the water is mild with a temperature of at least 24°.

2_c_eibsee3

A path surrounds the lake that is free for cyclists and for pedestrians, providing us with all possible perspectives on the Eibsee and its paradise-like islands.

3_eibsee3

Although today is not the most sportive one for me (did I mention the red wine?), it feels good to be in this landscape with the mountainbike. In July, the tourist crowds might be annoying, but by end of August there is no rush on the path around the lake.

4_a_eibsee2

Being aware of my duties as private camping quality tester, I ignore the 30 degrees in the afternoon and check out the camp site’s sauna. The furniture is neatly done and the sauna has nothing less than full view on the Zugspitze. Apart from this the average age (60+) and average camper’s size (kg 90+) become obvious. Lucky me that I can focus on the mountain peaks in front of the window.

We spontaneously skip the foreseen home barbecue in our corral when dark clouds and strong wind indicate a nearing thunderstorm. Anyway, we have delicous dinner at the “Bistro Alpspitz” and cannot complain of anything.

5_wagenburg2

The Camping Resort Zugspitze is the new (and expensive) area of the older campground “Camping Erlebnis Zugspitze” down beside the street. In 2015, I spent a night at the older one that is more simple with the street close by and less sparkling facilities, but still comfortable enough. The new part is further away from the busy street and offers normal (huge) places as well as exclusive ones with personal bath rooms. On top, the new one has a nice bistro and the sauna is included in the prices per night. Both are few kilometers away from Garmisch and from the Zugspitzbahn. In August 2016, I paid about 30,- EUR per night for Hector and myself and the common bath rooms.

Perhaps there are even more alternatives around here – let’s see what comes up next…

Escapes 2016: (1) – Allgäu

How can something that requires regular maintenance and dozens of liters of gasoline mean freedom?

Here is how:

Hector is parked in front of my house and tells me: “Take me, I’m yours! We can go anywhere you want…” And I am pretty sure, one of his head lamps twinkles.

allgau4

In August, one of my brothers and his family arrives and we all go to the Western Allgäu: mountains, lots of lakes and castles and meadows with happy cows. First stop of the day is the Waldseilgarten Höllschlucht close to Pfronten. With our age ranging from 8 to 43 years, we have a lot of fun for hours. As the high level ropes are located within a forest, you leave all of your usual every-day life behind and enter new challenges. Muscle soreness is included in the price without extra charge, thanks for that.

While the rest of my family has rented a holiday apartment for the rest of the week, I decide to go with Hector to the caravan site “Via Claudia” at the Lechstausee (Lechbruck). While the huge camp site is crowded with a mixture of resident campers and holiday families, the caravan site is more relaxed. All showers and facilities of the main camp site are offered to guests of the caravan site as well as extra toilets, all being in a good shape. Although the place is nearly full, the atmosphere is much calmer than on the regular camp site – I see more and more of a tendency to look for alternatives to super camp sites, but only time will tell.

allgau5

No Chi-Chi, just a caravan site – all relaxed, all fine

Of course I could have stayed with my brother’s family or I could have gone home the very same day. However, staying the night with Hector is different and it is all positive. You wake up in the morning and are somewhere else, out of the regular routine. For instance, my apartment offers neither view on the mountains nor view on the lake, so this a win already. The rays of the early sun invite me to a spontaneous jogging tour around the lake and I congratulate myself for the always-on-board equipment with sports shoes, towel and whatever I need.

allgau1

Camping Via Claudia at Lechbruck – a fragment of the huge area

The two hours of the way back are fine to exchange the compact holiday feeling with my working life. Lucky me that Hector will continue inviting me to little escapes throughout the upcoming summer weekends!

Resumé Part II / Finish

Physics say, the shortest distance between two points is a straight line. What physics might have ignored is the sensation of a single-lane road, surrounded by heavy trucks and with construction sites speckled every few kilometers. The travelling part of the trip was mostly great, but next time I will look out for alternative routes rather than the Route National N70, even though it was the straight way from Bordeaux to Lörrach.

Start of the Western part of the trip was St. Jean de Luz and then I followed intuition and the sun. Drawing the map of the main destinations was a lot going back and forth, but as I love that spontaneous way of travelling, I am totally at ease with some km more.

 

franceroute2016c

On the way South and a bit West, Uzès was great for 2 days in between (980km from Munich and 560 km from Bordeaux). At the West coast itself, I missed a lot of all possible places to go and things to do. There is no way NOT going back someday, continuing the tasting, the surfing and for sure: never stop travelling.

What we missed = yet to come:

  • Canoe trip: between the étangs (lakes) and the sea, beneath the pont du gard, …
  • Bicycle trip: from the European bicycle infrastructure, the main part is available (so far) at France’s West coast with hundreds and thousands of kilometers – all waiting for sporty girls…
  • Bastides = defensive villages from medieval times, such as Sarlat, Domme, Beynac, Castelnaud
  • More of St. Émilion and its wine and eating culture
  • Places like La Roque-Gageac (micro-climate with unexpected palm trees) or Arcachon (oyster cultures) or the region of the Béarn.
  • Les Courses Landaises = ancient form of bullfighting (without killing the animals)
  • More food! More wine!
  • Flying at the dune du pilat: tandem paragliding

Well, we are young, we are beautiful and we will come back (Hector, me and Linda or any choice of it).

Resumé Part 1

How often can you live to see a perfect holiday trip? This for sure was one of them.

The combination of travelling and relaxing, time for myself and common days with close friends, sightseeing highlights and new experiences – what else can you expect?

I learned a lot about regional particularities, about myself and about Hector’s breaks still working fine when 100% of their pads are used up. I learned surfing and how to cope with an Australian accent. I enjoyed wonderful days with Linda and delicious food. I got lazy taking pictures and routine for regular sports. And, last but not least, most of the time I got good weather!

While the most artful aquarelle of the route will follow, here comes the entire trip summarized with local highlights, prices and everything:

 

  1. Aeschi / Thuner See, Switzerland

Beautiful landscape, inhabited by Swiss people with all their willful attributes. Camping Stuhlegg, Krattingen, is totally ok, for 1 van + 1 person I paid 29,40 CHF = 28,13 € by end of May 2016. Included in the price is the free bus to the close villages plus further rebates for local sightseeing.

Highlights: “Feldschiessen” and lawn gnomes.

thunerseea3

 

thunerseea5

 

  1. Uzès, France / Languedoc-Roussillion

Romantic old town, surrounded by dulcet landscape. The entire region, especially in Uzès and in St. Quentin-la-Poterie has enough restaurants with delicious food to stay for weeks. Camping Mas de Rey is clean, relaxed and quiet, 2-3 km away from Uzès (parking close to the centre-ville Uzès is easy for any size of camper van with only a 5 minutes walk to the very heart of the town). I paid for 1 van + 1 person 15,60 € per night (still end of May).

Highlights: Roman aqueduct Pont du Gard and fantastic dinners at Bec à Vin and at the central place beneath the arcades.

stquentin2

pontdugard7

uzesa5

  1. Carcassonne / Département Aude

Everybody tells you to go here, it is supposed to be fantastic. In fact, it is above all crowded and touristic. I left within 15 minutes and that was not only due to the heavy rain.

No highlights, no pictures.

 

  1. Isle du Tarn

Sort of a wallflower region, located North of Toulouse. Hilly landscape with a lot of wine and farms and some old cathedral nearby. I only did a stop-over for a night on a vineyard with my France Passion pass.

Highlights: Big calm, friendly people.

buchregal

  1. Pau / Pyrénées-Atlantiques

Pau is a nice town to drop by. Close enough to the pyrénées to give an idea of the cold, rough mountains, especially when you see snowy peaks from the Boulevard des Pyrénées. You can park any size of car for free on the Place de Verdun.

Highlights: Castle and mountain view.

pau5

pau1

 

  1. St. Jean de Luz

It looks like Pays Basque, it feels like it and it tastes like it: St. Jean de Luz is only 16 km away from Spain and shows the typical basque houses, regional food and relaxed atmosphere. The coastline is hilly and green with sandy bays scattered here and there. The typical basque churches may be plain white from the outside, but full of dark wood and galleries in the inside. Two campsites are available, one beside the other at the beach Erromardie: the better view offers camping le bord de mer, but as I missed its tiny entry, I spent two nights at Camping de la Ferme Erromardie. Both are less than 20 meters away from the beach (with no-swimming when the current is at full strength). In the first days of June, I paid for 1 van + 1 person 15,60 € per night, mini pool and okay sanitaries included.

Highlights: Church St. Jean Baptiste de Saint-Jean-de-Luz, aperitif at the beach bar + dinner at the Bistro du Mata (both beach Erromardie) and the beautiful coast line.

 

  1. Biarritz

If you look for a town that is not too big and not too small, with culture and history but with beach life and nature as well, with restaurants and surfers and with further sightseeing destinations around – then you will probably end up in Biarritz. I passed it by for only a couple of hours but enjoyed it instantly. Better than going straight downtown is the choice of a suburbian parking (eg parking floquet) and to hop on the free shuttle bus “Navette”.

Highlights: Hotel du Palais, the Grande Plage and the walk to the Rocher de la Vierge

biarritz4

 

  1. Vieux-Boucau-les-Bains

Vieux-Boucau is much calmer than Hossegor, but with everything you need: endless beaches, 5 surf schools (best: Alternative Surf School), 2 camp sites and a small town. Here you are at the straight coast line with all kinds of surfing waves, the beach is inviting and clean, the water is clear. The village offers a choice of restaurants and shops and the lake is okay for a short bike tour. The Camping Municipal Les Sablères is much calmer (and in a better overall condition) than the expensive Camping Le Vieux Port. At Vieux Port, I paid 25,- € per night + 5,- € instable WIFI, located on steep / uneven ground and with a non-swimming beach due to the strong current. After I relocated Hector, I had stable WIFI for free on even, grassy ground and paid 16,70 € per night at Les Sablères. Best restaurant was La Plage with a nice view and friendly waiters, serving me delicious dinner.

Highlights: The market (low season: Tuesday + Saturday), the beach and Surfing!!!

boucau4

 

  1. Saint Émillion

The most adorable town of the entire trip 2016. It is fine by me that so many tourists prefer Carcassonne or other touristic hot spots, leading to less crowded streets at St. Émilion. The town bears the risk to get lost in wine shops, but that is okay. If only for wine + food, I would suggest to split 4 weeks up into 50% Uzès and 50% St. Émilion + vineyards around.

Highlights: The town itself, the monolith church, macarons and wine. And the warm welcome at the vineyard Domaine de Grand Homme (for free due to France Passion).

emilion4

 

  1. Lacanau-Océan (+ Hourtin)

“Chez Marie” at Hourtin turned out to be the best place for lunch – despite the quirky way of the waitress. Forget about Hourtin Plage and rather go to Lacanau-Océan: not the most exciting spot worldwide, but okay due to the surrounding with lakes, cycle paths and the Camping Les Grands Pins with the most modern and definitely most proper sanitary rooms ever. Plus restaurant, bar, 2 pool areas, wellness + massage, rental surf boards, skate park, rental bikes and whatever else you could ask for. We paid 21,20 € per night for 1 Hector + 2 girls with daily 2x 30 minutes WiFi included.

Highlights: Dancing on stage with Linda, lunch chez Marie and massage appointments during heavy rain.

lacanau1

 

  1. Montignac, Lascaux, Château de Losse

Nice town with the Vezère flowing through and the camp site Le Moulin du Bleufond only a 5 minutes walk away from the centre. Lucky me the most inviting art gallery was closed when I admired some fine paintings, otherwise the holidays would have cost some more. For 1 van + 2 persons we paid 21,80 €. The camp site’s restaurant and the pool are inviting, the rest is okay for a night. When eating out, the regional specialties based on duck or goose were best. The Château de Losse was okay, with more stable weather the café surely is enchanting. The caves of Lascaux are worth every penny of the ticket prices of 10,50 € (assuming that all guides are as good as ours).

Highlights: The paintings of Lascaux and seeing some more of the region Dordogne.

montignacc

 

 

  1. Bergerac + Monbazillac

Take some time and focus on the small roads through the Dordogne – it is a lovely part of France and offers you food, wine and old towns. Bergerac has restaurants spreading out all across the historical centre and may be worth a stay for 1 or 2 days. However, we passed it by for just one evening, meeting nice and helpful locals and the central camp site La Pelouse. We paid 19,66 € for a night with modern showers, local ducks and a place directly at the bank of the Dordogne. The château de Monbazillac was a pretty sidestep on our way.

Highlights: Picnic on the road, Bergerac, Monbazillac, relaxed travelling.

 

  1. Dune du Pilat / Pyla

We checked out 3 camp sites around the famous Dune du Pilat but only one has this fantastic panorama and direct access to the Dune: yelloh! Panorama du Pyla. The staff is not interested in their guests or in their comfort, but the location is unbeatable. We paid about 25,- € per night in June which was okay (sincere recommendation: never go there in high season!)

Highlights: Girls in a sandbox and the gorgeous view.

pylastrand1

 

  1. Carcans Plage

A relaxed place with a clear focus: Surfing. Cycle paths, lakes and forests exist, but most of the people come for the pretty beach and the waves – leading to the best surfer camp atmosphere of the whole travel. There is only one (real) camp site, but it is pretty okay: Camping de l’Océan is large, but not crowded (in June). I paid something close to 20,- € per night with stable WIFI for free (available close to the reception only).

Highlights: The surfing atmosphere among other travellers and Pete from Australia with his guitar and his poker face when being confronted with probably the worst coffee of his life.

carcanscamp3

carcansplage4

  1. Lörrach / Bad Bellingen

My step-brother’s home, or: the marble palace. One of the best dinners I had for weeks, a warm welcome and my new nephew from Kabul. All of this is a highlight, however, a very personal one. Concluding the holidays with a personal highlight is probably the best way to come back to normal life.

Surfing the West Coast: Carcans [3.145 km]

Time flies when you’re having fun!

Linda has to go back to the Netherlands while I still have three days left. We discuss our options: Me, staying on the current camp site feels too much left behind. Turn East and stretch the way back over five days feels like shortening the holidays. Finally, Linda goes to see some of Bordeaux centre, but gets handicapped by the European football championship: all baggage rooms and lockers are closed for safety reasons and Bordeaux with your luggage drawn behind is less fun.

CarcansCamp6

Although Bordeaux must be beautiful, I am drawn to the coast to see some more waves. The nice German surfer that I met in my second week mentioned a pretty good camp site at Carcans, so after a big hug and farewell to Linda I turn slightly North and head for the one and only camping at Carcans-Plage.

CarcansSurfKlischee

I look for surfer’s atmosphere and in fact that is all that Carcans-Plage is about. Three restaurants, two snack bars and a ragtag music bar spread out over a hand full of tiny roads. Two souvenir shops, a supermarket and three surf shops, accompanied by a surf school and a camp site – there surely is a clear focus on touristic beach life. Even though the landscape with dunes und forest is a playground for further activities, I am fine with the beach and a rental surf board for the next days.

CarcansPlage2

Baywatch at Carcans

The beach and the weather work hand in hand with temperatures up to > 30°C. Due to yesterday’s full moon, the waves come up quite powerful and the current here is stronger compared to Vieux Boucau, but the beach surely is inviting. The afternoons fly by between warm sand and a swim (sort of) in the atlantic waves, while the morning hours are perfect for surfing practice.

CarcansSurf4

The days at Carcans motivate me to continue with surfing until I am good enough for the change to agile fiberglass boards. The “mousse” boards that I currently use are just too heavy for a girl like me and the distance of 1000 meters from the shop to the perfect waves. Well, I wanted to exercise more anyway, so for these days I am fine. With Vincent’s guidance running through my head I try to read the coastline and identify the ideal spot with gentle swell and harmless current. Soon enough I start with my routine of jumping on the board, steering left and right and get carried along by the whitewash.

CarcansMeer

I always think, I should show more of the landscape. Well, this is my preferred one…

Between surfing and beaching, the camp site offers relaxed and basic circumstances: Hector is parked among other solo travellers, all surfers (what else). The Swiss guy chills in his hammock while Pete from Australia plays the guitar. Some clichés are just perfect when they hit real life!

CarcansCamp1

Pete: thanks for playing! And for ineresting conversations and, last but not least, for the wonderful surf-support!!

On Friday, I start running out of time: I have to go back to work and this is the only reason why I turn the engine and drive 1.000 km straight East. After 12 hours of driving, my step-brother and my sister-in-law welcome me with luxurious dinner and with my new nephew from Kabul. When I lay down in the guest room I slightly miss the wind rocking my bed and the humming sound of Hector’s control panel. 4 weeks of holiday have not stopped my travel bug at all…

Girls in a Sand Box [3.004 km]

A_Dune3

It is Friday, the sun fights its way back to the West coast and we have a couple of days yet to come. Girls like us should not be kept away from the sea for too long and thus we head for the famous Dune du Pilat.

B_Dune01

Dune du Pilat: 2.700m long, 110m high, quadrillion grains of sand

6 km away from Arcachon downtown, a choice of camp sites waits for Linda and me to check them out. The yelloh! Panorama du Pyla camping is the only one with direct beach access and sea view at least on some places. While most areas spread out in the shadow of high trees on hilly ground, a hand full of places is located directly on the shoreline. Based on detailed analysis of wind, sun, view and further comfort factors, Hector settles down a few meters from the edge.

C_CampPyla1

The perfect pitch

Not only do we have a 3-side panorama view on blue sea, blue sky and the enormous dune, we are furthermore surrounded by flying men.

D_CampPyla2

After all we have seen those last travelling days (several camp-sites, cave of Lascaux, two castles, two cities and a lot of landscape), we now enjoy regarding the sea for quite a while. During low tide the oysters on the next sand bank are visible, while during daylight paragliders pass by above our heads. Every now and then we spend sunny hours at & in the pool, get suddenly stressed for keeping up with the ridiculous opening hours of the camping’s supermarket and go down to the beach. With the city of Arcachon being some kilometers away and with the steep, hilly landscape in between, we are fine with the lazy mode that slightly took over.

E_PylaStrand2

Relaxing days at Pyla

Right beside our campground, Europe’s largest dune piles masses of fine sand up to 110 meters. Thanks to our home-base, we do not care about parking fees or tourist crowds on wooden paths, instead we just take a side step and start our walk already on 2/3 level of the total height. With Saturday, sun and wind coming together, innumerable paragliders take off from the dune and fly up and down all day long.

F_Paragliders4

We walk straight to the top and enjoy the sensation of an endless desert horizon.

G_Dune

It is a very particular surrounding, bringing both your mind to a rest and your head to the creation of funny ideas. While the sea-side already has a reasonable slope, the other side seems to fall straight down to the forested ground behind. One guy jumps down there and lets gravity take down his half-naked body for 30–40 meters. Due to the sand peeling, his chest is already shimmering red, but the smile in his face tells us that he does not care too much about it.

H_Dune11

downwards

It is wonderful here: the landscape is so special, the sea lays bright blue at our feet and the fooling around in this endless sand box is a lot of fun. Linda jumps up, sails down, obviously carried away by life, the universe and everything.

I_Dune1

The joy that brings a simple (but huge) quantity of sand is indescribable. We run down, step up, jump high and fall down again until we have a fling and change for a bath in the sea.

J_Dune2

Holidays change your perspective

In fact, there is not a lot you can do around the Dune du Pilat. You can wander the dune up and down and across, you can swim in the unruffled sea, spend time at the pool and that is it so far. Unless you are a paraglider, then it is sort of a paradise with the most gorgeous view of all.

K_Paragliders1

Fly another day

Finally, on our third day here, I remember my holiday mission: try out whatever is offered! Lucky us, the paragliders that offer tandem flights are right around the corner and we agree to fly with them later that day. Unlucky us, the strong wind decides to cease just that morning, destroying our flight plans. This eases our financial cash flow (most of the things at the camp-site have to be paid in cash with no cash dispenser being around) but is a bit disappointing anyway. We compensate it with perfect beach weather, delicious dinner, dancing at the beach and some profiteroles. And with the wonderful plan to come back some day.

L_Pyla1

A very special landscape