Alpspitz Ferrata

…und dann war da noch mein Lieblingsberg. Derjenige, der sich halbwegs in der Nähe befindet und den ich annährend 100 mal fotografiert habe. Die zackige Spitze, die schroffen Felsen, die markante Form: Die Alpspitze!

…and then there is this particular mountain that made it on almost 100 pictures of mine. The serrated peak, the craggy rocks, the striking form: The Alpspitze!

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Beautiful Summit

Es gibt einen Klettersteig, der hinaufführt. Und es gibt das Alpentestival in Garmisch-Partenkirchen und den Stellplatz am Wank, kurz: nix wie hin.

A well-known via ferrata leads up to the summit. This weekend, it comes along with the Alpentestival at Garmisch-Partenkirchen and the camper parking Wank, hence best preconditions for a gorgeous weekend in the Alps.

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Home is where you park it

Während der halben Stunde, die ich am Wank-Hütterl für meinen Stellplatz-Schein anstehe, dämmert mir, dass viel Action womöglich ganz schön viele Menschen anzieht. Für heute ist jedenfalls alles gut: Hector steht friedlich eingereiht und der Blick reicht vom Kramer zur Alpspitze und zurück.

The waiting time in the queue of the Wank-Hütterl for Hector’s parking ticket makes me think twice about the attractions of mountain events and the masses of people they attract. Anyway, Hector has found a nice slot in the row of camper vans with a view that ranges from the Kramer to the Alpspitze (and back).

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Now, really??

Der nächste Morgen begrüßt mich mit Regen. Hmpf, denke ich während ich mich vom Bett zum Cockpit bewege. Doch dann: Wow! Dem Regenbogen nach steht am Fuß des Kramers ein größerer Goldtopf.

Summer rain welcomes the next morning. My first reaction is something like “Hmpf” while the next second it turns into Wow! Seems like a jar filled with gold is to be found at the foot of the Kramer mountain.

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Yeah, really!

Später am Tag denke ich, dass ein wenig Sponsoring aus eben jenem Goldtopf meinem spontanen Rabatt-Shopping nicht geschadet hätte – aber angesichts der Angebote auf dem Testival-Gelände geht das auch so in Ordnung. Das Ganze ist eine große Werbe-Veranstaltung des größten Sporthauses am Platz (Sport Conrad), was mir jedoch ziemlich wurscht sein kann. Hat mich ja keiner zum Geldausgeben gezwungen und auch der Eintrittspreis ist mit inbegriffenen Vergünstigungen und der kostenlosen Sommerrodelbahn schnell wieder eingespielt.

I should have asked for some sponsoring out of that gold jar, covering the unforeseen shopping of sports equipment at the testival merchandise stands. Yet, the offers being part of the marketing event (the whole weekend seems to be offered by the local sports shop Conrad) are pretty okay. The same is true for the entrance fee that is already earned back with a bundle of rebates and the summer toboggan that is offered for free.

Mit Barbara, die gegen Mittag dazu kommt, stürze ich mich gleich 2x die Rodelbahn hinab und bei der zweiten Runde gilt natürlich: wer bremst, verliert!

With Barbara, arriving later that day, we run down the toboggan two times in a row with the standard principle “Brakes are for Losers!” valid for the second turn.

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Ob Garmisch wirklich so rustikal ist wie alle meinen? Unbedingt!

Unser Schwung reicht gerade noch aus, um kurz vor Ende der Öffnungszeit noch zwei Parcours im Kletterwald zu absolvieren, was irre viel Spaß in luftiger Höhe bringt. Aufgrund der brav abgegebenen Handys leider ohne Bild-Dokumentation, dafür auch ohne Regen. Sekunden, nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, kommt ein weiterer Sommer-Schauer an und es gießte kurzzeitig in Strömen. Wie gut, dass wir nur wenige hundert Meter zurück zur Homebase haben. Es geht doch nichts über einen günstig geparkten Hector!

Full of zest and just in time before today’s closing, we make it to the climbing garden. Fun and height and the conquest of wobbly parcours are the perfect conclusion of today’s activities – and with heavy rain settling in, the short distance of mere 300 metres back to Hector is more than welcome.

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Lady Helmchen und Calimero am Fuße des Klettersteigs

Am nächsten Morgen sind wir beinahe die ersten an der Alpspitzbahn. Besser gesagt: wir wären es, wenn nicht der großen Andrang und die geführten Alpentestival-Touren bereits zu etlichen Sonderfahrten lange vor dem üblichem Betriebsbeginn geführt hätten… Den daraus folgenden Pulk Ungeübter, der zu Stau am Gipfelweg führt, erleben wir zum Glück erst auf halber Strecke.

We intend to be ahead of all others, right at the start of operation at the Alpspitzbahn and we almost succeed. We learn that due to the Alpentestival, dozens of additional rides have been offered already an hour before the regular time. Lucky us that it takes more than half of the distance before we bump into the bulk of people that cause a jam on the way to the summit. And here comes my personal greetings to the American hikers that I would cordially welcome if not for their ignorance and stupidity when it comes to common behaviour in mountain regions.

2019_08_04_DZunächst geht es ordentlich bergan: Leitern und Eisenstufen im Fels markieren den Einstieg in die Alpspitz-Ferrata. Für mich als Skihasen ist die Gegend in sommerlicher Form völlig unvertraut. Seltsam, oberhalb von Garmisch zu sein, ganz ohne Ski an den Füßen. Und all die grünen Wiesen! Die Wege, die sonst unter den Pisten verborgen sind, die grauen Felsen ohne weißen Puder…2019_08_04_DD

The Alpspitz Ferrata starts very common with its most interesting parts: vertical ladders and iron steps mark the first section. I have been here many, many times but never in summer: it is almost weird, being here without skis at my feet and with green meadows and pure grey rock.

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Zu Beginn können wir gut unser Tempo gehen – nicht einsam und allein, aber doch ohne aufgehalten oder gehetzt zu werden. Die Aussicht ist immer wieder grandios, nicht zuletzt, weil alles hinter dem Osterfelderkopf wie abgeschnitten von der Zivilisation ist.

The vista is wonderful. The Osterfelderkopf blocks most of the view towards civilization and makes us feel like chamois, embedded in pure nature. Apart from the ferrata’s steel rope, that is.

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Erst ganz oben auf dem Gipfel reicht der Blick bis in die Täler von Grainau und Garmisch. Wir sind rundum zufrieden mit unserer Leistung: Klettersteige gehen wir erwiesenermaßen lässig und sicher. Besonders, wenn sie (wie die Alpspitz-Ferrata) so leicht sind, dass man sich gelegentlich fragt, ob das ewige Ein- und Ausklinken der Karabiner wirklich notwendig ist.

Reaching the summit widens the horizon: now we see the valley of Grainau and Garmisch and a whole lot of peaks and mountains around. With our experienced via ferrata skills, the way up has been a piece of cake. And, more true, due to the fact that technically it is the easiest one I have done so far.

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Gipfelstürmer

Erstaunlicherweise sieht die Alpspitze von oben ganz anders aus als von unten. Der markante Zacken ist nicht mehr zu sehen und er ist auch nicht ganz so spitz wie eine Tobleronen-Ecke. Schroff ist es schon und allzuviel Platz gibt es auch nicht (wo soll man denn hier einen Handstand machen??), aber schön ist es. Zumindest die ersten 20 Minuten, dann werden die Wolken dichter und wir hadern nicht länger mit all den warmen Klamotten, die wir mit rauf getragen haben.

The funny thing with mountain peaks is the fact that they look totally different once you make it on their top. The typical form seems gone and it is not half as sharp as it seems from below. Yet, it is still rugged and offers not much of a surface (not enough room for a handstand). Beautiful, that’s what it is. Only minutes later, the clouds fight back the sun and we are grateful for all superfluous jackets and hoodies we carried up here.

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Then on the Way back…

Auf dem Weg nach unten verlieren sich die Bergtouristen. Und die Wege. Von Wegweisern ganz zu schweigen. Die Idee, einen Schlenker zur Kreuzalm mit ihrem sagenumwobenen Kaiserschmarrn zu machen, geben wir unterwegs auf. Stattdessen folgen wir dem einzig erkennbaren Weg zurück zum Osterfelderkopf.

Auch wenn wir vom Alpentestival vieles gar nicht wahrgenommen haben (die Boulderwand, das Freibad, die Partnachklamm), so hatten wir doch ein herrliches Wochenende in den Bergen. Mit Hector, mit Shopping, mit Klettersteig und mit viel Genuss!

We abandon our plan for a detour to the Kreuzalm due to the sheer lack of signposts. Finally, we make it back to the Osterfelderkopf where we congratulate ourselves for this wonderful weekend in the Alps. With sun and rainbows, with shopping and via ferrata and with Hector and my wonderful camping-hiking buddy Barbara!

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…once I grow up, I will go for the Jubiläumsgrat and all the way up to the Zugspitze (visible in the far back of this picture)!

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